Mein Name ist Christian Neißl

Seit 2020 bin ich in Pension, meine Hobbies sind Reisen und das Fotografieren.
Mein Beruf war Softwareentwickler, ich arbeitete als Angestellter und war auch einige Jahre selbstständig. Insgesamt war ich 39 Berufsjahre in dieser dynamischen Branche.

Da ich fast 20 Jahre mit der Firma ASNA verbunden war bin ich einige Male in die USA und nach Spanien gereist. Leider war auf diesen beruflichen Aufenthalten nicht immer Zeit um Bilder zu machen.

Die letzten 6 Berufsjahre verbrachte ich in der Schweiz, das gab mir Gelegenheit die 'Eidgenossen' kennen zu lernen. Seit Juli 2020 wohne ich wieder in Thalheim bei Wels.

Motorrad oder Auto?

Meine Motorräder verwende ich nicht nur für Reisen sondern auch für Besorungen und tägliche Wege. Das Motorrad hat besonders in der Stadt eine Reihe von Vorteilen gegenüber dem PKW.
Eine Reise mit einem Motorrad ist mit einer PKW-Reise nicht zu vergleichen. Mit dem PKW kann man weite Wegstrecken mit viel Gepäck bequem und unabhängig von der Witterung bewältigen. Man ist mit seinem Partner, seiner Musik und seinem gesamten Umfeld unterwegs und draußen ziehen die Gegenden vorbei. Anders beim Motorrad.

Das fängt bei der Reiseplanung an. Eine längere Motorradreise braucht eine gute Planung was wiederum etwas Erfahrung verlangt.
Abhängig vom Fahrzeug plant man die km-Leistung pro Tag und Ruhepausen. Dazu kommen die Übernachtungen, Camping verlangt andere Voraussetzungen als Hotels. Man muss sich auch der Gefahren bewußt sein, Ablenkung, Müdigkeit oder Übermut können schlimm enden.

Was kann das Motorrad was das Auto nicht kann?

Mit dem Motorrad beginnt der Urlaub bereits mit der Abfahrt. Man erlebt die Witterung, die Gerüche, den Verkehr und die Landschaft viel intensiver als mit dem PKW. Im Normalfall ist die Fahrt selbst mindestens genau so wichtig wie die Ankunft am Ziel.

Abhängig von den Eigenschaften des Motorrades kann man auch Strecken befahren die mit dem PKW nicht zu schaffen sind. Mit einer Leichtenduro kann man in den Bergen auf alten Militärstrassen oder auf SingleTrails unterwegs sein. Man kommt zu Ausblicken die man sonst nur zu Fuß bekommt. Daher finde ich es wichtig das man mit den Mitmenschen und der Natur achtsam umgeht und das Motorrad nicht rücksichtslos zum Werkzeug seines Ego's macht.

Es geht aber nicht nur um Ausblicke - eine Motorradreise führt bei mir immer wieder zu Erkenntnissen und Erlebnissen die ich auf anderem Wege wohl nicht bekommen hätte. Über Länder, Landschaften, Menschen und natürlich über mich selbst.

Man muss sich darüber klar sein das eine Motorradreise ein Luxus ist von dem man nicht wirklich sagen kann wie lange man ihn noch genießen kann.
Da geht es um die Umwelt und um die persönliche Situation, Gesundheit und familiäres Umfeld. Im Alter von 60+ sehe ich kaum Gründe Reisen aufzuschieben die ich schon immer machen wollte!

Über die Jahre haben sich bei mir ein paar Motorräder angesammelt.